Arbeitskreise

Thema der Sektion, Vorsitz, Schwerpunkte:

ALLGEMEINE SEKTION

Im Rahmen dieser Sektion können alle Themen behandelt werden, die in keine der unten genannten Sektionen fallen.

GRAMMATIK: FORM UND FUNKTION

Peter Öhl, Sergey T. Nefedov

Grammatikmodelle: Darstellung und Vergleich

Schnittstelle von Semantik und (Morpho-)Syntax

kontrastive Erforschung grammatischer Einheiten und Kategorien

grammatische Formen und pragmatische Zielsetzungen

kommunikative Grammatik des Deutschen

Textgrammatik: Funktionen grammatischer Einheiten aus dem Text heraus

textsortenbezogene Wahl grammatischer Strukturen

SPRACHWANDEL UND SPRACHVARIETÄTEN

Franz Simmler, Galina A. Baeva

Im Spannungsfeld zwischen Analyse und Synthese

Makrostrukturen  in unterschiedlichen Textsorten: Entwicklungstendenzen

Kommunikations- und Mediengeschichte

Textsortengeschichte aus funktionaler Perspektive

Entwicklungstendenzen vom Althochdeutschen zum Neuhochdeutschen in Zeit und Raum

Neuzeitlich rationalistische Züge der Wissenschaftskommunikation

Historische Dialogforschung

TEXTLINGUISTIK UND DISKURSANALYSE

Konstantin A. Filippov

Texte als Organisationsformen komplexen Wissens

Textmustermischung und Textsortenintertextualität

Text und Textsorten  in neuen Medien

Korpusgestützte Text- und Diskursanalyse

Sprachliche Mittel dialogischen Handelns

Diskurse als textlinguistische Phänomene

Mündlichkeit und Schriftlichkeit in verschiedenen Diskursen

FACHSPRACHEN   IN   THEORIE   UND   PRAXIS

Elena A. Kovtunova

Fachsprachliche Kommunikation

Einzelfachsprachen

▪ Fachtext und Fachtextualität; Fachtextsorten

▪ Deutsch als Wissenschaftssprache - Geschichte und Gegenwart

▪ Fachwörter und Fachwortschätze

▪ Fachlexikographie

▪ Fachsprachen und interkulturelle Kommunikation

▪ Fachsprachenübersetzung

▪ Fachsprachenunterricht

IDIOME  IM  TEXT  UND   IM LEXIKON

Bettina  Bock, Kristina V. Manerova

·         Theorie und Methodik

·         Soziokulturelle Markierung  idiomatischer Ausdrücke 

·         Kontrastive  und vergleichende Phraseologieforschung

·         Didaktik

·         Historische Phraseologie

·         Textbildende Potenzen der Idiome

·         Pragmalinguistische Analyse der Idiome

·         Lexikographische Kodifizierung der Idiome. Phraseologische  Wörterbücher: Tradition und Innovation

·         Phraseologie und Korpuslinguistik. Idiome in Textkorpora

·         Idiomatik in den Diskursarten und Textsorten

·         Idiome in der Individualsprache der Schriftsteller

MEDIEN- UND POLITIKSPRACHE

Irina E. Ezan

▪ Medientext aus linguistischer Sicht

▪ Mündlichkeit und Schriftlichkeit. Sekundär und primär gesprochene Texte in den Bereichen Massenmedien und Politik

▪ Talk-Shows und Fernsehdiskussionen. Nachrichtensendungen

▪ Politikspezifische Kommunikationsformen. Politikersprache, Sprache in der Politik . Wahlkampfsprache. Sprache im Parlament

▪ Politische Werbung. Text- und Bild-Relation

▪ Presse-Textsorten

▪ Intertextualität, Intratextualität

▪ Modalität von Pressetexten

▪ Doing Gender in der Fernsehwerbung

INTERKULTURELLE KOMMUNIKATION: SPRACHE UND KULTUR

Lilia F. Birr-Tsurkan

Interpersonale Kommunikation: verbal und nonverbal

Soziokulturelle Aspekte der Fachkommunikation

Interkulturelle Kommunikation im Medienbereich

Kommerzielle und geschäftliche Kommunikation im interkulturellen Kontext: Werbung, Verhandlungen etc.

Kulturellbedingte Schwierigkeiten bei der Übersetzung literarischer Werke

Methodische Probleme bei der interkulturellen Sprachbeschreibung

SPRACHDIDAKTIK UND FREMDSPRACHENDIDAKTIK

Vera Janikova, Inna A. Voronovskaya

Globale, europäische und nationale Sprachenpolitik

Fremdsprachenlehren und -lernen: zentrale Aspekte der Fremdsprachendidaktik des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts

Kognitive/affektive Aspekte der Sprachvermittlung

Entwicklungsorientierte Sprachlernforschung

Interkulturelle Sprachdidaktik, Entwicklung und Förderung interkultureller Kompetenz

Mehrsprachigkeits- bzw. Tertiärsprachendidaktik (Vermittlung bzw. Entwicklung der mehrsprachigen Kompetenzen von Individuen)

Soziokulturelles und psycholinguistiches Paradigma der Fremdsprachenerwerbsforschung

Fremsprachenlehrerausbildung bzw. Fortbildung: Konzepte, Modelle, Perspektiven

Frühes Fremdsprachenlernen

Fremdsprachenerwerb im universitären Bereich

Fremdsprachenlernen und -lehren mit modernen Technologien,

Multimedia im modernen Fremdsprachenunterricht

Literarische Texte als Inputs zu Rezeptions- und Diskussionsgesprächen im Fremdsprachenunterricht

Unterrichtsmaterialien unter der Lupe

TRANSLATION ALS BRÜCKE ZWISCHEN SPRACHEN UND KULTUREN

Zuzana Bohušová, Lubov N. Grigorieva

Translationswissenschaft als interdisziplinäres Fach

Geschichte der Translatologie

Literarisches Übersetzen als Beitrag zur Erweiterung des gegenseitigen Kulturpotenzials

Linguistische Probleme des Übersetzens

Dolmetschen und seine Besonderheiten im Vergleich zum Übersetzen

Translatorisches Handeln (Haltung, Vorbereitung, Ansätze und Arbeitsformen des Übersetzers und Dolmetschers)

Übersetzen und Dolmetschen unter Hinzunahme technischer Hilfsmitteln

Fehlertypologie (Übersetzen und Dolmetschen)

Didaktik, Modelle und Lehrprogramme in der universitären Ausbildung zum Übersetzer und / oder Dolmetscher

LINGUISTIK UND LITERATURWISSENSCHAFT

Xenia R. Novoshilova, Alexandra V. Eliseeva

Annäherungsbereiche der Linguistik und der Literaturwissenschaft

Textverstehen /-interpretation als Schnittstelle für sprach- und literaturwissenschaftliche Analyse

Textualität – Intertextualität – Interdiskursivität –Intermedialität

Problematik der Fiktion und Nichtfiktion in Texten. Fiktionale und nichtfiktionale Texte.

Narratologische Aspekte der Literatur

Genrespezifische Textverfahren

Textmarker der literarischen Paradigmen und der Paradigmenwechsel

Formelhafte Literatur und Trivialliteratur

COMPUTER-VERMITTELTE KOMMUNIKATION - COMPUTER-MEDIATED COMMUNICATION (CMC)

Dr. Volkmar Engerer, Informationswissenschaftliche Akademie, Universität Kopenhagen, Dänemark,
Dr. Hans Götzsche, Universität Aalborg, Dänemark

Der Bereich der computermediierten Kommunikation hat sich seit den letzten 20-25 Jahren rasant zu einem modernen und vielversprechenden linguistisch-interdisziplinären Arbeitsgebiet entwickelt, wo Phänomene der virtuellen Kommunikation mit allen ihren Aspekten erforscht werden. In unserem Arbeitskreis ist linguistische und interdisziplinäre Forschung aus allen Bereichen willkommen, auch aus den linguistischen „Randbereichen“ wie der Sprachpsychologie, der Soziologie oder anderer kommunikativ und sprachlich befasster Nachbardisziplinen.

Wir begrüßen ausdrücklich Vielfalt in den Beiträgen zu unserem Arbeitskreis. Das betrifft die Beschreibungsebenen (z.B. syntaktische, morphologische, semantische, pragmatische Studien), eine angemessene Breite der untersuchten Sprachen (gerne auch „kleinere“ Sprachen sowie Dialekte und Subvarietäten), Pluralität und gegenseitiger Respekt in Bezug auf die methodischen und theoretischen Zugangsweisen (Konversationsanalyse, Dependenzgrammatik, traditionelle strukturalistische Ansätze, z.B. Hallidays Systemic-Functional Grammar), eine breite Palette in den untersuchten Plattformen und Medien des Internets (z.B. Facebook, Twitter, Chats, E-Mail, Videokonferenzen, …) und, nicht zuletzt, empirische, theoretische und, ganz interessant, internethistorische Beiträge zum Thema. Es ist uns ein besonderes Anliegen, west- und osteuropäische Forschungstraditionen zur computermediierten Kommunikation zusammenzubringen und, für uns ganz wichtig, die russische und osteuropäische Forschung zum

Thema CMC für ein größeres Publikum zu dokumentieren.

Vorträge können auf Deutsch oder Englisch gehalten werden.

THEOLINGUISTIK

Dr. Elżbieta Kucharska-Dreiß, Universität Wrocław, Polen
Univ.-Prof. Dr. Valentina Stepanenko, Irkutsk, Russland

Thematischer Schwerpunkt:

KRIEG und FRIEDEN in den Texten der religiösen Kommunikation

Beschreibung des AKs:

Bei „Krieg und Frieden“ denkt man in erster Linie womöglich an den gleichnamigen Roman von Lew Nikolajewitsch Tolstoi, in dem die militärischen, politischen und sozialen Machtkämpfe das Leben und Lieben der Romanfiguren gewaltsam durchdringen. Freilich steht in diesem Klassiker der Weltliteratur die Epoche der Napoleonischen Kriege im Vordergrund, doch erweist sich die Reflexion über das Ineinander, das Gegeneinander und das Nebeneinander von Krieg und Frieden als jederzeit aktuell. Auch in der Zeit, in der wir gerade leben.

So wie Krieg und Frieden den ganzen Menschen beeinflussen, so findet die Reflexion darüber in verschiedenen Lebensbereichen und – auf der akademischen Ebene – in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und Teildisziplinen statt. Als Theolinguisten, die sich per se an der Schnittstelle von Religion/Theologie und Sprache bewegen, möchten wir diesmal folgenden Fragen nachgehen:

• Inwiefern wird in den Texten der religiösen Kommunikation auf Krieg und Frieden (als Phänomene) Bezug genommen? Welche Aspekte von Krieg und Frieden werden thematisiert?

• Wie werden die Begriffe ʻKriegʼ und ʻFriedenʼin diesen Texten profiliert?

• Wofür stehen Krieg und Frieden, wenn sie in den Texten der religiösen Kommunikation metaphorisch verwendet werden? Welche frames und scripts werden dabei aktiviert?

Willkommen sind Referate, die sich mit diesen und verwandten Themen auseinandersetzen, unabhängig von der Glaubensgemeinschaft, deren Texte untersucht werden. Den Terminus ‚religiöse Kommunikation‘ wollen wir bewusst weit halten, daher können offizielle Dokumente der Kirchen genauso gut analysiert werden wie (kirchliche) Massenmedien, Texte gottesdienstlicher Feier (z.B. Passagen aus den Heiligen Schriften, Gebete, Predigten, Kirchenlieder) oder Schriften religiöser Denker.

In pdf herunterladen hier.

Arbeitssprachen der Konferenz sind Deutsch und Englisch. Anmeldeschluss 31.03.2015.

2015  GeSuS